Alexander Mosolov: Symphonie Nr. 5 + Harfenkonzert; Taylor Ann Fleshman, Harfe, Moscow Symphony Orchestra, Arthur Arnold; 1 CD Naxos 8.574102; Aufnahme 01/2019, Veröffentlichung 04/12/2020 (68'55) - Rezension von Remy Franck

Der russische Komponist Alexander Mosolov (1900-1973) ist bestenfalls wegen seiner Tondichtung Die Eisengießerei (Iron Foundry) bekannt. Der Modernist war den Sowjets früh ein Dorn im Auge. Sein sachlicher, konstruktivistischer und antiromantischer Stil war zu radikal, um Gefallen zu finden. 1936 wurde er mit fadenscheinigen Argumenten aus dem Komponistenverband ausgeschlossen. Read More →

Winfried Offele: Ecce Advenit (Oratorium zum Advent für 7 Chöre & Orchester); Constanze Störk, Ivonne Fuchs, Thomas Volle, Clemens Morgenthaler, Kinder- & Jugendkantorei Konstanz, Vokalensemble Konstanz, Orchester Capella München, Steffen Schreyer; 2 CDs Christophorus CHR 77446; Aufahme 07/2019,  Veröffentlichung 11/2020 (113') - Rezension von  Remy Franck

‘Ecce, advenit Dominator Dominus’ (Siehe, angekommen ist der Herrscher, der Herr), der liturgische Text des Introitus zum Fest Epiphanie hat der deutsche Komponist Winfried Offele (*1939) als Titel seines fast zweistündigen Oratoriums benutzt, indem er Texte zum Advent als Chorlieder, Arien und Ensembleszenen verarbeitet werden. Offele tut das in einem spätromantischen bis gemäßigt modernen Stil. Die Besetzung sieht rund 250 Musiker vor: Sieben Chöre und Vokalensembles, Solisten, Orchester und Orgel. Read More →

Beth Levin - Hammerklavier Live; Georg F. Händel: Suite für Klavier Nr. 3 d-Moll; Anders Eliasson: Carosello; Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 29; Beth Levin, Klavier; 1 CD Aldi là Records ARCD011; Veröffentlichung 04/12/2020 (72'21) - Rezension von Remy Franck

In ihrem live beim Festival of Baltimore aufgenommen Recital spielt die amerikanische Pianistin Beth Levin zunächst Händels Suite HW 428. Diese Suite ist meistens auf dem Cembalo zu hören, aber Beth Levin gibt ihr auf dem Flügel einen singulären Rang. Ab dem Präludium sind die geistige Durchdringung und das introvertierte Spiel der Pianistin faszinierend. Selbst das Presto wird nicht virtuos ausgenutzt, sondern bekommt einen unerhörten Grad an Wärme und beendet so ein Universum von zeitloser Schönheit. Read More →

Vitezlav Novak: Orchesterwerke Vol. 1 (South Bohemian Suite op. 64 + Toman and the Wood Nymph op. 40); Moravian Philharmonic Orchestra, Marek Stilec; 1 CD Naxos 8.574226; Aufnahme 10/2019, Veröffentlichung 04/12/2020 (56'11) - Rezension von Remy Franck

Der tschechische Komponist Vitezslav Novak (1870-1949), ein Schüler von Antonin Dvorak, komponierte u.a. mehrere symphonische Dichtungen, eine Suite, Serenaden und Ouvertüren, die ab jetzt bei Naxos veröffentlicht werden. Read More →

Robin Melchior: Beethoven si tu nous entends…; La Symphonie de poche, Nicolas Simon; 1 CD Klarthe KL105; Aufnahme 08/2020, Veröffentlichung 04/12/2020 (74') - Rezension von Remy Franck

‘Psychologische Symphonie’ nennt Robin Melchior sein Opus ‘Beethoven, si tu nous entends…’ das er in einer Art musikalischem Lebenslauf für die für die so spezielle Besetzung des Ensembles La Symphonie de Poche geschaffen hat: Akkordeon, Harfe, Marimba, Streichquintett, Querflöte, Klarinette und Baritonsaxhorn. Read More →

Bohuslav Martinu: Violinkonzerte Nr. 1 & 2; Bela Bartok: Sonate für Violine solo; Frank Peter Zimmermann, Bamberger Symphoniker, Jakub Hrusa; 1 SACD BIS 2457; Aufnahme 10/2018, 09+10/2019, 02/2020; Veröffentlichung 11/2020 (74'40) – Rezension von Uwe Krusch

Ungefähr im Jahresabstand wurde nun die dritte Aufnahme der beiden Violinkonzerte von Bohuslav Martinu veröffentlicht. Nach einer Aufnahme aller Konzerte (auch) mit Violine durch Bohuslav Matousek (Pizzicato-Rezension)  und durch Thomas Albertus Irnberger (Pizzicato-Rezension) hat sich nun Frank Peter Zimmermann dieser Aufgabe gestellt und die beiden Konzerte mit der Solosonate für Violine von Bartok kombiniert. Read More →

Amour éternel; Gustave Charpentier: Depuis le jour (Louise); Charles Gounod: Je veux vivre - Va! Je t’ai pardonné - Roméo! Qu’as-tu donc? (Roméo et Juliette) + O Dieu! Que de bijoux (Faust); Georges Bizet: Me voilà seule dans la nuit (Les Pêcheurs de Perles) + Je dis que rien m’épouvante (Carmen); Giacomo Puccini: Si. Mi chiamano Mimi - O soave fanciulla - Donde lieta usci (La Bohème) + Chi il bel sogno di Doretta (La Rondine) + Signore, ascolta - Tu, che di gel sei cinta (Turandot); Giuseppe Verdi: O salce ... Ave Maria (Otello); Ekaterina Siurina, Sopran, Charles Castronovo, Tenor, Rita Preiksaite, Mezzosopran, Kaunas City Symphony Orchestra, Constantine Orbelian; 1 CD Delos DE3583; Aufnahme 05/2019, Veröffentlichung 11/2020 (76'11) - Rezension von Remy Franck

Die russische Sopranistin Ekaterina Siurina singt seit über 10 Jahren an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt. In den Schallplattenkatalogen gibt es nur wenige Aufnahmen mit ihr, einige Lieder-CDs und auf DVD auch Mitschnitte von Opernaufführungen. Bei Delos stellt sie sich nun zusammen mit ihrem Ehemann, dem amerikanischen Tenor Charles Castronovo in französischen und italienischen Arien zum Thema Liebe vor. Read More →

Marin Marais: Alcione (Tragédie lyrique, 1706); Antonio Abete, Lisandro Abadie, Cyril Auvity, Lea Desandre, Marc Mauillon, Le Concert des Nations, Jordi Savall; 3 SACDs  Alia Vox AVSA9939; Liveaufnahme 05/2017, Veröffentlichung 11/2020 (176') - Rezension von Norbert Tischer

Marin Marais’ Tragédie lyrique Alcione ist ganz auf den Geschmack von Ludwig XIV. ausgerichtet, weil das Visuelle damals ebenso wichtig war wie die Musik. Jordi Savall dirigierte 2017 die erste Pariser Aufführung dieser Oper nach 1771. Von der inszenierten und choreographierten Aufführung bleibt auf diesem Album natürlich nur die Musik übrig. Read More →

X-MAS Contemporary, Percussive; 24 Weihnachtslieder des 21. Jahrhunderts; Dieter Henschel, Bariton, ensemble unitedberlin, Vladimir Jurowski; 2 CDs Farao Classics, B 1081106; Aufnahme 2018-2019, Veröffentlichung 11/2020 (85’17) - Rezension von Guy Engels

Allmählich sieht man die Weihnachtsmänner wieder Häuserfassaden hochklettern, die Geschäfte rüsten sich mit Glitter, Lametta und bunter Beleuchtung. Es fehlt nur noch die passende Musik zum Fest, die man auch gerne zu Hause hören mag. Read More →

Antonio Rosetti: Violinkonzerte C-Dur, D-Dur, F-Dur (Murray C5, C7, C11); Lena Neudauer, Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim, Johannes Moesus; 1 CD cpo 555 381-2; Aufnahme 05/2019, Veröffentlichung 11/2020 (58'54) – Rezension von Uwe Krusch

Musik, die wunderbar unterhält, ohne auch nur eine Sekunde zu langweilen oder gar zu nerven, so darf man die Werke von Antonio Rosetti beschreiben, der mitunter auch als Anton Rösler, ggf. auch Rössler zu finden ist. Zu Lebzeiten war dieser Zeitgenosse von Mozart hochangesehen und seine Musik beliebt, bis er nur wenige Jahrzehnte später in Vergessenheit geriet. Read More →

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