Richard Danielpour: Toward a Season of Peace; Hila Plitmann, Pacific Chorale, Pacific Symphony Orchestra, Carl St. Clair; 1 CD Naxos 8.559772; 3/12 (50'40) – Rezension von Remy Franck

In seinem Oratorium ‘Journey Toward a Season of Peace’ setzt sich Richard Danielpour (*1956), ein amerikanischer Komponist mit persisch-jüdischen Wurzeln, mit den Themen Frieden, Religion und Kulturverständigung auseinander. Die Texte der 7 Sätze stammen aus dem Alten und dem Neuen Testament oder kommen aus arabischen Poesiesammlungen und werden in den Originalsprachen Hebräisch, Aramäisch, Farsi und Arabisch gesungen. Read More →

AUFTAKT ZUM GANZEN SCARLATTI
Scarlatti ist in: Nach einigen anderen Pianisten, Bacchetti, Moog, befasst sch nun auch  der vielseitige deutsche Pianist, Kammermusiker, Projektleiter, etc., etc. Christoph Ullrich mit dem Komponisten. Und er tut das nicht nur so schnell nebenbei, sondern beginnt mit zwei CDs bei Tacet eine Gesamtaufnahme der Scarlatti-Sonaten. Ein solches Unternehmen bedarf einer klaren Zielsetzung, eines umfassenden Konzepts. Read More →

Reinhold Glière: Symphonie Nr. 3 (Ilya Murometz); Buffalo Philharmonic Orchestra, JoAnn Falletta; 1 CD Naxos 8.573161; 5/13 (71'40) – Rezension von Remy Franck

Reinhold M. Glière wurde 1875 in Kiew (Ukraine) geboren. Sein Vater Ernst Moritz Glier stammte aus Sachsen, seine Mutter aus Polen. Ab etwa 1900 nannte sich der Komponist, der zu dem Zeitpunkt in Moskau seine Studien beendete, Glière, was später zu der Mär führte, er sei belgischer Abstammung. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Lehrer, hinterließ aber auch ein imponierendes kompositorisches Oeuvre mit Opern, Balletten, Symphonien, Konzerten, Kammermusik, Liedern….. Read More →

Franz Schreker: Der Schatzgräber, Oper in einem Vorspiel und vier Akten; Tijl Faveyts, Manuela Uhl, Raymond Very, Graham Clark, Chorus of the Netherlands Opera, Netherlands Philharmonic Orchestra, Marc Albrecht; 2 SACDs Challenge Classics CC73591; 2013 (151'04) – Rezension von Guy Wagner

Das erste, was Erstaunen und Bewunderung erregt, ist die Aufmachung dieser Neuproduktion von ‘Challenge Classics’. In den Deckeln eines 216-Seiten starken ‘Buches’ findet man die beiden CDs, die das Werk beinhalten, auch sie in SACD-Qualität: gut zweieinhalb Stunden Musik bester Güte. Dazu kommen Einführungen in deutscher, holländischer und englischer Sprache, Farbphotos von der Produktion der ‘Nederlandse Opera’, die am Ursprung dieser Edition stand, Künstlerbiographien, das Synopsis und das vollständige Libretto von ‘Der Schatzgräber’. Franz Schreker hat es ebenso geschrieben, wie die Musik. Read More →

Kazuo Yamada: Grand Treasure, A Song of Young People, India, Kiso; Russian Philharmonic Orchestra, Dmitri Yablonsky; 1 CD Naxos 8.570552; 5/07 (55'06) – Rezension von Remy Franck

Der Komponist und Dirigent Kazuo Yamada (1912-1991) war vor dem Zweiten Weltkrieg als Komponist von Orchesterwerken bekannt, verweigerte aber nach dem Krieg die Veröffentlichung dieser frühen Kompositionen. So wurde er als Dirigent bekannt, und seine Orchesterwerke gerieten in Vergessenheit. Er leitete jahrelang das Orchester von Kyoto und das der Rundfunkgesellschaft NHK. Read More →

Joseph Haydn: Die Schöpfung (Engl. Fassung); Ida Falk Winland, Andrew Staples, David Stout, Robert Davies, Musica Saeculorum, Philipp von Steinaecker, 2 CDs Fra Bernardo 1301272; 9/13 (102’) – Rezension von Guy Engels

Möglicherweise ist es uns – in aller Demut und Bescheidenheit – so gegangen wie Gott, als er die ersten Resultate seiner Schöpfung sah. Ein irritierendes Klangbild empfängt den Zuhörer zum Auftakt – nur scheinbar irritierend. Schließlich herrscht noch das Chaos. Letztendlich entpuppt sich diese Aufnahme von Haydns Oratorium in der englischen Originalversion dann doch als eine sehr kraftvolle Schöpfung, die Leben auf die Erde und in die Musik bringt. Read More →

Richard Wagner: Der fliegende Holländer (Ouvertüre, Die Frist ist um), Tannhäuser (Blick ich umher, Wie Todesahnung, Dämmerung deckt die Lande - O du mein holder Abendstern), Lohengrin (Du fürchterliches Weib!), Die Meistersinger von Nürnberg (Was duftet doch der Flieder, Vorspiel zum 3. Aufzug, Wahn! Wahn! Überall Wahn!), Parsifal (Ja! Wehe! Wehe! Weh' über mich!), Die Walküre (Leb wohl, du kühnes. herrliches Kind!); James Rutherford, Bariton, Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton; 1 SACD BIS 2080; 2013 (78'44) – Rezension von Remy Franck

Der britische Bariton James Rutherford stellt sich bei BIS mit einer umfassenden Wagner-Platte vor, auf der er mit seiner dunkel gefärbten, etwas kernigen, aber auch zu weichem Lyrismus fähigen Stimme den verschiedenen Charakteren Profil geben kann. Sein Holländer hat viel Verzweiflung und genau so viel Abscheu und liegt ihm stimmlich gut, wenngleich sich an einigen Stellen etwas viel Vibrato bemerkbar macht, was auch andere Partien belastet, vor allem den Wotan in dessen Abschiedsszene aus der ‘Walküre’. Read More →

Franz Schubert: Sonate Nr. 18 G-Dur D. 894; Wolfgang A. Mozart: Rondo a-Moll, KV 511; Ludwig van Beethoven: Bagatellen op. 126; Menahem Pressler, Klavier; 1 CD La Dolce Volta LDV 12; 2013 (74'56) – Rezension von Guy Wagner

Das noch recht junge Label ‘La Dolce Volta’ will verschiedenen großen Persönlichkeiten des Klaviers und des Streichquartetts neue Möglichkeiten geben, ihre Kunst einem weiteren Publikum bekannt zu machen. So auch Menahem Pressler, dem legendären Begründer des ‘Beaux-Arts Trios’. Er hat nun mit über 90 Jahren die Gelegenheit, als Klaviersolist wieder entdeckt zu werden. Das ist natürlich überaus begrüßenswert. Read More →

Johannes Brahms: Violinsonaten Nr. 1-3; Catherine Manoukian, Violine, Gunilla Süssmann, Klavier; 1 CD Berlin Classics 030 0567 BC; 2/12 (75’24) – Rezension von Guy Engels

Es gibt spannendere Einspielungen der Brahms-Sonaten als diese Produktion des Duos Manoukian-Süssmann. Gedehnte Tempi, um romantischen Charakter vorzutäuschen, eine gelegentlich hinkende Balance zwischen Violine und Klavier und eine generell eindimensionale Sicht der Dinge lassen das Interesse schnell erlahmen. Read More →

MITTENDRIN IN DEN HAYDN-QUARTETTEN
Die Haydn-Aufnahmen des Auryn Quartetts wurden im Pizzicato ausführlich kommentiert, und  unsere Feststellung lautete, dass diese Einspielungen dem Hörer kontinuierlich Glück bringen. Glück vor allem deshalb, weil hier keine Diskussionen aufgeworfen werden. Dieser Haydn ist gut und schön, souverän gespielt, und so formvollendet und ausgewogen dargestellt, dass man immer nur staunen kann. Dabei gerät nichts akademisch, loin de là: Die Aurynschen Interpretationen sind hoch musikalisch, lebendig, erfüllt und atmen reine Haydn-Luft. Ich wiederhole es daher noch einmal: Ich kenne kein anderes Quartett, das sich Haydn gegenüber so fair und loyal, so hingebungsvoll und doch so offen verhält wie das Auryn Quartett und sich dabei von nichts anderem inspirieren lässt als von seiner Musik. Dass jetzt nach und nach die Tacet Real Surround-Produktionen auf Blu-ray herauskommen, kann dieses Glück nur noch exponentiell erhöhen. Die erste, 148 Minuten lange Blu-ray mit den sechs Quartetten aus dem Opus 50 versetzt den Hörer mittig ins Quartett und erlaubt ihm ein völlig neues Musikerlebnis (Tacet B 185). Read More →

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