
Die im Freien auf einem Zug durch die Stadt Salzburg aufgeführten Werke boten dem kostenlos lauschenden Publikums am Wegesrand immer wieder Besonderheiten. In dieser Serenade, die man auch als Sinfonia concertante für sechs Bläser hören kann, gibt diese Besetzung das hervorstechende Merkmal. Mit ihrer Länge von rund 40 Minuten bot sie reichlich Genuss, blieb aber auch kompositorisch immer im Rahmen. Das bedeutet, dass die Musik immer unterhaltsam war und zumindest scheinbar erwartbare Gestaltungen bot, die das Hören im Trubel in der Stadt keine unerwarteten Hindernisse entgegen stellte. Für den Weg zwischen zwei Aufführungsorten boten die Musiker kleinere Stücke an wie die hier ebenfalls gezeigten beiden Märsche.
Auf seinem Weg durch die Serenaden von Mozart bietet das Mozarteumorchester Salzburg, hier mit dem koordinierenden Reinhard Goebel, diese große Serenade in einer die Stimmung der damaligen Situation bestens spiegelnden launig spritzigen Interpretation an. Dieser fehlt es aber nicht an raffiniert feiner Spielweise, wie sie damals draußen vielleicht nicht erreicht wurde. Hier aber setzen die Musiker alle ihre Qualitäten ein, um die Details und Feinheiten der Partitur zu heben. Das gelingt ihnen ohne Abstriche.
The works performed outdoors on a procession through the city of Salzburg always offered special features to the free listening audience along the way. In this serenade, which can also be heard as Sinfonia concertante for six wind instruments, this instrumentation is the outstanding feature. With its length of around 40 minutes, it offered plenty of enjoyment, but also remained compositionally within the framework. This means that the music was always entertaining and offered at least seemingly expectable arrangements that presented no unexpected obstacles to listening in the hustle and bustle of the city. For the journey between two performance venues, the musicians offered smaller pieces such as the two marches also shown here.
On its way through Mozart’s serenades, the Mozarteum Orchestra Salzburg, here with Reinhard Goebel as coordinator, offers this great serenade in a witty and lively interpretation that perfectly reflects the mood of the time. However, it is not lacking in refined, fine playing, which was perhaps not achieved outside at the time. Here, however, the musicians use all their qualities to bring out the details and subtleties of the score. They succeed in doing so without any compromises.