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Stéphanie-Marie Degand zeigt einmal mehr, welch außergewöhnliches Talent sie hat. Nach einer verspielten Interpretation des ‘Introduction et Rondo Capriccioso’ von Camille Saint-Saëns überrascht sie mit einer sehr persönlichen, sehr spontan akzentuierten und durchwegs leidenschaftlichen Aufnahme der Franck-Sonate. Es folgen ein feines Ysaÿe-‘Caprice’, eine beseelt-kantable ‘Méditation’, und dann kommt zum Abschluss eine individualistisch-souveräne, wiederum sehr spontan empfundene ‘Tzigane’. So rassig hatte ich das Stück seit der Kolly d’Alba-Aufnahme nicht mehr gehört!
Die Pianistin Julie Christie unterstützt die Geigerin in diesem Programm effizient, ohne sich je in den Vordergrund zu drängen.