Kultur ist ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland und spielt eine essenzielle Rolle für die Demokratie. Das zeigt der neue Relevanzmonitor Kultur 2025 der Liz Mohn Stiftung. Die Studie zeigt, dass mit 87% die Mehrheit der Bevölkerung Kultur als verbindendes Element in einer sich immer schneller verändernden Gesellschaft sieht. Besonders unter jungen Menschen wächst die Erwartung, dass kulturelle Einrichtungen eine aktivere Rolle in gesellschaftlichen Debatten übernehmen.

Etwa zwei Drittel (64%) der Befragten sehen Kultur als ebenso förderungswürdig an wie andere öffentliche Bereiche.

Neben ihrer gesellschaftlichen Relevanz spielt Kultur auch für die Attraktivität eines Wohnortes eine entscheidende Rolle: sechs von zehn Befragten sehen ein vielfältiges Kulturangebot als einen zentralen Faktor für Lebensqualität. In Großstädten und in ländlicheren Gebieten wird das Angebot sehr unterschiedlich wahrgenommen.

Zwei Drittel der Befragten sagen, dass Kultur ihnen Einblicke in gesellschaftliche Fragen gibt, die in den klassischen Nachrichten nicht vorkommen. Besonders junge Erwachsene unter 30 schätzen Kultur als Inspirationsquelle und kreativen Reflexionsraum, der neue Sichtweisen eröffnet. Sie wünschen sich niedrigschwellige, experimentelle Formate, die ihre Lebensrealität stärker einbeziehen – beispielsweise Veranstaltungen in lockerer Atmosphäre. Gleichzeitig bedarf es einen leichteren Zugang zu Informationen hinsichtlich interessanten Kulturangeboten für junge Menschen. Sie fordern verstärkt, dass Kulturinstitutionen gesellschaftliche Debatten aufgreifen und aktiv mitgestalten.

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