‘Revue Blanche’, ein junges belgisches Ensemble in der eher ungewöhnlichen Besetzung Sopran, Flöte, Bratsche und Harfe, hat sich nach der Zeitschrift benannt, die in Paris von 1889 bis 1903 zweimonatlich herausgegeben wurde. Zur Redaktion gehörten Félix Fénéon, Lucien Muhlfeld und Léon Blum. Claude Debussy schrieb darin Kritiken unter dem Namen ‘Monsieur Croche’. ‘La Revue blanche’ war eine sehr engagierte Zeitschrift, die u.a. 1898 den zu Unrecht angeklagten und verurteilten Alfred Dreyfus verteidigte. Read More →
Einige Tänze, die von europäischen Komponisten verfeinert wurden, so etwa die Sarabande und die Chaconne, kommen ursprünglich aus Lateinamerika. Diesen, wie im Falle der Passacaglia, manchmal umstrittenen Wurzeln spürt das ‘Bach Consort Wien’ unter der Leitung von Rubén Dubrovsky auf ihrer neuen CD nach. Read More →
Hier liegt Musik in der Luft: Rachmaninovs Cellosonate hört sich in der Interpretation von Alisa Weilerstein und ihrem israelischen Klavierpartner wie eine Improvisation an. Die beiden setzen eben nicht nur auf Virtuosität und Brillanz, sondern auf romantisches Dialogieren. Read More →
Mit diesem Album beschließt Audite die fünfteilige Gesamtaufnahme aller Orchesterwerke des norwegischen Nationalkomponisten. Die CD beginnt mit zwei Nummern aus der Bühnenmusik (nicht aus den Suiten) zu Henrik Ibsens Drama ‘Peer Gynt’ und endet mit den ‘Norwegischen Tänzen’ op. 35, die das WDR-Orchester hinreißend spielt, völlig gelöst und mit genuinem Schwung. Read More →
Manche CD-Alben sind so: sie verheißen Gutes ab den ersten Minuten. Sie ziehen den Hörer einfach an. Im ersten Stück dieses Programms spürt man, dass hier eine außergewöhnliche Atmosphäre herrscht. Den ‘Langsamen Satz’ von Anton Webern kosten die Belcea-Musiker tiefschürfend aus, und man hat den Eindruck, musikalisch entführt zu werden, lässt sich einhüllen, erlebt das Stück in einem spannungslosen Zustand, gepackt nur von der Magie der Musik und ihrer Stimmungen. Der Kontrast zum ersten der Fünf Sätze ist gewaltig. Read More →
Naples 1759; Werke von Pullj, Mancini, Durante; La Cicala, Ines d’Avena, Flöte; 1 CD Passacaille 1013; 05/2015 (56’15) - Rezension von Guy Engels
Die Flötistin Ines d’Avena hat für ihre Doktorarbeit an der Universität Leiden über die neapolitanische Barockmusik geforscht und vor Ort manchen bis dato unentdeckten Schatz ausgegraben. Die Früchte ihrer musikalischen Recherchen hat sie auf zwei CD-Produktionen mit ihrem eigenen Ensemble ‘La Cicala’ festgehalten. Read More →
Keine Chance! Mit der mittlerweile Kultstatus habenden Einspielung der Honegger-Symphonien Nr. 2 und 3 durch die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan können Stéphane Denève und das SWR-Sinfonieorchester nicht mithalten, auch wenn man ihre Aufnahme durchaus nicht als schlecht bezeichnen kann. Read More →
Wie so vieles aus der französischen Romantik sind auch die Lieder (Mélodies) von Edouard Lalo (1823-1892) weitgehend unbekannt. Und wie so vieles dieser Zeit auch wird auch diese Musik im Zuge der Bemühungen des ‘Palazetto Bru Zane’ jetzt wieder entdeckt. Dabei stößt man auf so wichtige Lieder wie die des ungemein sozialkritischen Zyklus ‘Six romances populaires’ auf Texte von Pierrre-Jean de Béranger, auch wenn sie recht traditionell und kaum mit dem künstlerischen Anspruch der Lieder eines Duparc, eines Fauré oder eines Debussy zu vergleichen sind. Read More →
Lars-Erik Larsson: Orchesterwerke Vol. 2 (Symphonie Nr. 2 op. 17, Variationen für Orchester op. 50, Barococo - Suite für Orchester op. 64; Helsingborg Symphony Orchestra, Andrew Manze; 1 SACD cpo 777672-2; 04/2011 (69'53) – Rezension von Remy Franck
Der schwedische Komponist Lars-Erik Larsson (1908-1986) studierte u.a bei Alban Berg in Wien. Trotz einiger Versuche in der Zwölfton-Musik blieb er zeitlebens recht skeptisch, was die Neue Wiener Schule anbelangt. Das hört man in seiner Musik, die meistens im 19. Jahrhundert wurzelt oder sich neoklassisch gibt. Read More →
Der kunstbeflissene König Alfons X. von Leon und Kastilien hat eine unschätzbare Sammlung von Marienliedern zusammengestellt, die in der Musikgeschichte ihresgleichen sucht. Zu Recht wird dieser kluge Herrscher aus dem 13. Jahrhundert ‘der Weise’ genannt. Die ‘Cantigas de Maria’ sind vorwiegend mittelalterliche Troubadour-Lieder in galizischer Sprache, die hier erstmals schriftlich erfasst sind. Read More →