Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem; Sybilla Rubens, Sopran, Daniel Ochoa, Bariton, Dresdner Kreuzchor, Vocal Concert Dresden, Dresdner Philharmonie, Roderich Kreile; 1 CD Berlin Classics 0300569BC; 2014 (68’45) – Rezension von Alain Steffen

Im Mittelpunkt dieser CD steht der Dresdner Kreuzchor, einer der berühmtesten und sicherlich auch besten Knabenchöre der Welt. Unter der Leitung von Kantor  Roderich Kreile singt der Chor mit einer Schönheit und einer Präzision, die einen den Atem anhalten lässt. Die hell timbrierten Stimmen geben dem Brahms-Requiem eine ungemeine Leichtigkeit, der Gesang scheint über allem Irdischen zu schweben, losgelöst und einfach himmlisch. Read More →

Johann Sebastian Bach: Lutheran Masses Volume II; Messe in G-Dur BWV236, Kantate BWV79 'Gott der Herr ist Sonn und Schild', Messe in A-Dur BWV234; The Sixteen, Harry Christophers; 1 CD Coro COR16120; 5/13 (73'52) – Rezension von Remy Franck

Johann Sebastian Bachs lutherische Messen (auch unter den Titeln ‘Missa Brevis’ oder ‘Kyrie-Gloria-Messen’ bekannt) zeigen den Komponisten als gewandten Recycler. Diese schlichten Messen benutzen weitgehend nur Material aus bereits zuvor komponierten Kantaten. Daher fügt Harry Christophers auch in diesem zweiten Volume der ‘Lutheran Masses’ eine solche Kantate zwischen den beiden hier aufgenommenen Messen ein. Read More →

Stanislaw Moniuszko: Ouvertüren (Bajka, Paria, Halka, Verbum nobile, Flis, Hrabina, Straszny dwór, Jawnuta, Nowy Don Kiszot czyli Sto szaleństw, Kochanka hetmańska; Warschauer Philharmoniker, Antoni Wit; 1 CD Naxos 8.572716; 2011 (79'28) – Rezension von Remy Franck

Antoni Wit hat sich einmal mehr hundertprozentig investiert, um mit den 2011 noch unter seiner Leitung stehenden Warschauer Philharmonikern dieses Moniuszko-Ouvertüren-Programm zu dirigieren, das ihm denn auch grandios gelungen ist. Read More →

FAMILIENALBUM
‘The Krein Family’ nennt der Pianist Jascha Nemtsov seine CD mit Werken von Alexander, Grigori und Julian Krein. Diese russisch-jüdische Familie stammte aus Litauen und lebte ab den 1870er Jahren in Nischni Nowgorod an der Wolga. Alle sieben Söhne von Vater Abraham erhielten ihre erste musikalische Ausbildung von ihm und wurden Musiker. Alexander und Grigori sowie dessen Sohn Julian machten sich einen Namen als Komponisten. Read More →

Sergei Prokofiev: Sonate für Violine & Klavier op. 94; Leos Janacek: Sonate für Violine & Klavier; Bela Bartok: Rhapsodie Nr. 1; Pancho Vladigerov: Bulgarische Rhapsodie 'Vadar' op. 16; Kathrin ten Hagen, Violine, Christina Wright-Ivanova, Klavier; 1 SACD Ars Produktion 38147; 10/13 (ca 60') – Rezension von Remy Franck

Ihre Debüt-Platte ‘Eastern Impressions’ widmet die junge deutsche Geigerin Kathrin ten Hagen zusammen mit der Pianistin Christina Wright-Ivanova einem osteuropäischen Programm. Gleich in Prokofievs Sonate op. 94bis lässt die Geigerin durch ein sehr temperamentvolles, kontrastreiches Spiel aufhorchen. Ihre Tongebung beeindruckt ebenso sehr wie ihre Technik. Read More →

Richard Danielpour: Toward a Season of Peace; Hila Plitmann, Pacific Chorale, Pacific Symphony Orchestra, Carl St. Clair; 1 CD Naxos 8.559772; 3/12 (50'40) – Rezension von Remy Franck

In seinem Oratorium ‘Journey Toward a Season of Peace’ setzt sich Richard Danielpour (*1956), ein amerikanischer Komponist mit persisch-jüdischen Wurzeln, mit den Themen Frieden, Religion und Kulturverständigung auseinander. Die Texte der 7 Sätze stammen aus dem Alten und dem Neuen Testament oder kommen aus arabischen Poesiesammlungen und werden in den Originalsprachen Hebräisch, Aramäisch, Farsi und Arabisch gesungen. Read More →

Reinhold Glière: Symphonie Nr. 3 (Ilya Murometz); Buffalo Philharmonic Orchestra, JoAnn Falletta; 1 CD Naxos 8.573161; 5/13 (71'40) – Rezension von Remy Franck

Reinhold M. Glière wurde 1875 in Kiew (Ukraine) geboren. Sein Vater Ernst Moritz Glier stammte aus Sachsen, seine Mutter aus Polen. Ab etwa 1900 nannte sich der Komponist, der zu dem Zeitpunkt in Moskau seine Studien beendete, Glière, was später zu der Mär führte, er sei belgischer Abstammung. Er verdiente seinen Lebensunterhalt als Lehrer, hinterließ aber auch ein imponierendes kompositorisches Oeuvre mit Opern, Balletten, Symphonien, Konzerten, Kammermusik, Liedern….. Read More →

Richard Wagner: Der fliegende Holländer (Ouvertüre, Die Frist ist um), Tannhäuser (Blick ich umher, Wie Todesahnung, Dämmerung deckt die Lande - O du mein holder Abendstern), Lohengrin (Du fürchterliches Weib!), Die Meistersinger von Nürnberg (Was duftet doch der Flieder, Vorspiel zum 3. Aufzug, Wahn! Wahn! Überall Wahn!), Parsifal (Ja! Wehe! Wehe! Weh' über mich!), Die Walküre (Leb wohl, du kühnes. herrliches Kind!); James Rutherford, Bariton, Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton; 1 SACD BIS 2080; 2013 (78'44) – Rezension von Remy Franck

Der britische Bariton James Rutherford stellt sich bei BIS mit einer umfassenden Wagner-Platte vor, auf der er mit seiner dunkel gefärbten, etwas kernigen, aber auch zu weichem Lyrismus fähigen Stimme den verschiedenen Charakteren Profil geben kann. Sein Holländer hat viel Verzweiflung und genau so viel Abscheu und liegt ihm stimmlich gut, wenngleich sich an einigen Stellen etwas viel Vibrato bemerkbar macht, was auch andere Partien belastet, vor allem den Wotan in dessen Abschiedsszene aus der ‘Walküre’. Read More →

Franz Schubert: Sonate Nr. 18 G-Dur D. 894; Wolfgang A. Mozart: Rondo a-Moll, KV 511; Ludwig van Beethoven: Bagatellen op. 126; Menahem Pressler, Klavier; 1 CD La Dolce Volta LDV 12; 2013 (74'56) – Rezension von Guy Wagner

Das noch recht junge Label ‘La Dolce Volta’ will verschiedenen großen Persönlichkeiten des Klaviers und des Streichquartetts neue Möglichkeiten geben, ihre Kunst einem weiteren Publikum bekannt zu machen. So auch Menahem Pressler, dem legendären Begründer des ‘Beaux-Arts Trios’. Er hat nun mit über 90 Jahren die Gelegenheit, als Klaviersolist wieder entdeckt zu werden. Das ist natürlich überaus begrüßenswert. Read More →

Johannes Brahms: Violinsonaten Nr. 1-3; Catherine Manoukian, Violine, Gunilla Süssmann, Klavier; 1 CD Berlin Classics 030 0567 BC; 2/12 (75’24) – Rezension von Guy Engels

Es gibt spannendere Einspielungen der Brahms-Sonaten als diese Produktion des Duos Manoukian-Süssmann. Gedehnte Tempi, um romantischen Charakter vorzutäuschen, eine gelegentlich hinkende Balance zwischen Violine und Klavier und eine generell eindimensionale Sicht der Dinge lassen das Interesse schnell erlahmen. Read More →

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