
Der Cellist Gregor Piatigorsky hatte Rózsa im Jahre 1958 beauftragt, ein Doppelkonzert für ihn und den Geiger Jascha Heifetz zu schreiben. Die erste Aufführung fand in Chicago unter der Leitung von Jean Martinon statt. Rózsa kürzte das Werk später, und aus dem ursprünglichen Doppelkonzert wurde die Sinfonia concertante für Violine, Violoncello und Orchester. Die Musik kann den Stil des Filmkomponisten Rózsa nicht verheimlichen. Die Musik ist die eines leidenschaftlichen und stimmungsvollen, mitunter sehr vehementen Dramas, mit einem deutlich ungarischen Einschlag im Finale.
Es gibt sehr gute Soloeinlagen, die von Harriet Krijgh und Nikita Boriso-Glebsky meisterhaft gespielt werden. Insbesondere der Violinist beeindruckt mit einem reichen und farbigen Musizieren.
Nach sowohl kraftvoller Musik folgt das ebenfalls ungarisch gefärbte meditative Notturno Ungherese, und abschließend erklingt die Rhapsodie für Cello und Orchester. Harriet Knight gestaltet das Werk ebenso lebendig wie farbenreich und mit einem ausgeprägten Gefühl für die melodischen Linien. In allen Fällen wartet das Orchester unter Gregor Bühl mit einem idiomatischen Musizieren auf.
In 1958, cellist Gregor Piatigorsky commissioned Rózsa to write a double concerto for him and violinist Jascha Heifetz. The first performance took place in Chicago under the baton of Jean Martinon. Rózsa later shortened the work, and the original double concerto became the Sinfonia concertante for violin, cello and orchestra. The music cannot hide Rózsa’s style as a film composer. The music is that of a passionate and atmospheric, sometimes very vehement drama, with a distinctly Hungarian flavor in the finale.
There are very good solo interludes, masterfully played by Harriet Krijgh and Nikita Boriso-Glebsky. The violinist in particular impresses with his rich and colorful playing.
The powerful music is followed by the meditative Notturno Ungheresen, which also has a Hungarian flavor, and concludes with the Rhapsody for Cello and Orchestra. Harriet Knight’s interpretation of this work is as vivid as it is colorful, with a keen sense of the melodic lines. In all cases, the orchestra under Gregor Bühl offers idiomatic playing.